Erlebnispaedagogische Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten - Kinder und Jugendliche

1. Ihr Konzept:

Im Außen lernen – im Innen ankommen: mit unseren Erlebnispädagogik-Programmen für Flüchtlinge helfen wir aktiv mit beim Start in eine neue Zukunft.

Flüchtlingskinder und -Jugendliche: Unterstützung von Integrations-Arbeit an Schulen und in anderen Einrichtungen.

Es ist für Schulen und andere Einrichtungen im Feld der „Integration“ zweifelsohne die größte Herausforderung in der jüngeren Vergangenheit, generell Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und im Besonderen Flüchtlingskinder so zu integrieren, dass diese in der Mitte unserer Gesellschaft ihren Platz finden können.
Die Herausforderungen an Lehrerinnen und Lehrer, sowie auch an Mitschüler sind vielfältig und bedürfen achtsame Begleitung und Unterstützung auch von außen.

Wir bieten speziell für Flüchtlingskinder & -Jugendliche und für Migrantenkinder entwickelte erlebnispädagogische Programme an, die darin unterstützen und dabei helfen, im neuen Leben anzukommen und die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, langfristig stabil in die Mitte der Gesellschaft hineinwachsen zu können.

Diese Programme können als Tagesblöcke (à 4 – 5 Stunden) und als Tagesblöcke mit Übernachtung geplant und durchgeführt werden.

Ihr Programm
  • wird von ausgebildeten Erlebnispädagogen und zertifizierten Outdoor- und Erlebnis- Fachtrainern begleitet werden. Wir arbeiten mit einem festen und erfahrenen Trainerstamm.
  • Bei allen Erlebnis-Modulen vermitteln wir begleitend theoretische und praktische Grundlagen, um die vorher formulierten gewünschten Veranstaltungsziele zu erreichen
  • Dabei arbeiten wir an verschiedenen Schwerpunkten, wie z.B. „Regeln akzeptieren und einhalten“, „Schwächere integrieren“, „Ziele formulieren und erreichen, „Selbstbehauptung“, „Leistungsmotivation“ oder zu sonstigen Schwerpunkten, die Sie für wichtig erachten.
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Ob bei Ihnen vor Ort oder in der freien Natur; ob indoor in der Sporthalle oder outdoor auf dem Schulhof: Bei uns ist es möglich, dass Sie Ihr Programm nach dem „Baukastenprinzip“ zusammenstellen. Das heißt: die einzelnen Interaktions-Module sind miteinander kombinierbar bzw. austauschbar und viele andere sind möglich und so sind auch budgetrelevante Anpassungen und Variationen jederzeit möglich.

2. Unser Angebot für Sie:

Idealerweise dürfen wir für jeden Themen- & Interaktionsblock zwei Tage veranschlagen.
Folgende Themen bearbeiten wir in dieser Programmreihe schwerpunktmäßig:
Block 1: Erlebnispädagogische Arbeit auf der Werte-Ebene: Regeln akzeptieren und einhalten können.

Neben dem Erwerb von Sprachkenntnissen und späterer Berufsqualifizierung muss vor allem Pionierarbeit geleistet werden in der Gewöhnung an und Akzeptanz von Regeln und Werten. So ist auch in der neuen Heimat eben die letzte Verbindung zur verlorenen Heimat häufig das Zusammen im eigenen Werte-System leben. Daraus folgt: das neue Werte-System wird als Bedrohung wahrgenommen, oder schlichtweg nicht verstanden. „Sich nichts sagen lassen“, „gegen Regeln ankämpfen“, „Nicht-Akzeptanz von Menschen, die der eigenen Kultur fremd sind“, sind nur einige der Symptome dieser Dynamik.

Um die in der neuen Heimat geltenden Regeln wirklich verstehen zu können, müssen die Kinder und Jugendlichen zuerst einmal Deutsch lernen. Wir arbeiten explizit an der Frage: was ist es mir wert, in diesem Land – in Deutschland – leben zu dürfen? Zuerst einmal ist es mir das wert, die Sprache zu lernen und zu sprechen. Dabei haben wir stets das „sowohl als auch“ im Blick.

Durch Rollenspiele und durch das interaktive Mitteilen und Aufzeigen von Überzeugungen wird Verständnis dafür geschaffen, dass sowohl die alte Sprache und die alten Traditionen gelebt werden können, als auch die neue Sprache und die neuen Werte gelebt werden können. Es gibt kein entweder/ oder mehr; es wird also nicht Altes durch Neues ersetzt, sondern etwas hinzugenommen, was viele neue Möglichkeiten bietet, die eigenen Ziele im „neuen Leben“ zu erreichen.

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Block 2: Erlebnispädagogische Arbeit zum Formulieren und Erreichen von förderlichen, realistischen und selbst erreichbaren Zielen

Vielen Flüchtlingskindern und Jugendlichen mit einer Flüchtlingsgeschichte ist es vorerst nicht möglich klare und erreichbare Ziele für sich zu formulieren, die über den zukünftigen Besitz von „ein großes Auto fahren“ und „ein großes Haus besitzen“ hinausgehen. Im ungünstigen Fall werden Karrieren wie „Drogendealer“ etc. als Zielvorstellungen formuliert.

Mit innovativen Methoden des Kinder- und Jugendcoachings erarbeiten wir mit den Kindern und Jugendliche förderliche, selbst erreichbare und realistische Ziele.

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Block 3: Fokussierung auf Ressourcen und etablieren von Unterstützungssystemen aus der eigenen Gruppe heraus

Ein großes Problem in der täglichen Unterrichts-Arbeit ist zum einen die häufig sehr kleine Wissensbasis, auf der der Unterricht aufgesetzt werden kann. Wenn zuerst einmal alphabetisiert werden muss, sind die beobachtbaren Fortschritte zwangsläufig recht klein und die Arbeit benötigt Zeit und Kontinuität – beides aus unterschiedlichsten Gründen keine Selbstverständlichkeit im Schulalltag. Zum anderen machen die häufig sehr großen Leistungsunterschiede in Klassen mit Zuwanderer-Kindern und Flüchtlingskindern zu schaffen. Lerngruppen mit großem Lerngefälle benötigen zusätzlich zur Unterstützung von außen auch Hilfe-Strukturen aus dem eigenen System heraus.

Hier setzen wir effektiv unterstützend und langfristig fördernd an. Dazu werden über erlebnispädagogische Programme Mentoren-Programme initiiert: aus den Herkunftskulturen der Flüchtlingskinder heraus häufig bereits starke Werte wie „Zusammenhalt“ und „das füreinander da sein“ wird gelenkt in eine „neue Welt“ voller Ressourcen. So werden themenabhängig und kontextabhängig Unterstützer-Tandems und Mentoren-Konstellationen gebildet – ausgerichtet an erstrebenswerten Zielen. Kleine Schritte gehen; Ausdauer entwickeln; das Wissen darum, was ich wofür von wem brauche – all das wird in einfacher praktischer Erfahrung trainiert und implementiert.

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Block 4: Selbstwertgefühl steigern, realistische Selbsteinschätzung fördern, den Fokus auf Stärken und Ressourcen lenken

Flüchtlingskinder & -Jugendliche blicken häufig auf eine traumatisierende Vergangenheit zurück. Daraus resultieren häufig fehlendes Vertrauen, geringe Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit und allgemein verschiedenste psychische Störungen. Auch erfahrene Ablehnung in der Vergangenheit und im Heute tragen dazu bei, dass die eigene Persönlichkeit als wenig wert und als, im Vergleich mit deutschen Kindern und Jugendlichen, schwach erlebt wird. Daraus resultiert ein „sich abschotten“, das „sich nicht auf Deutsche einlassen können / wollen“ und das unbedingte Festhalten an „alten“ Werten und Überzeugungen.

In der Regel nehmen entsprechende Kinder und Jugendliche nach den Vorkursen zuerst einmal am regulären Sportunterricht, Musikunterricht oder Kunstunterricht teil. Hier sind – auch bei schlechtem Sprachniveau und Kenntnisstand doch Integrationseffekte und jeweils persönliche Erfolge sichtbar und erlebbar. In den ersten Zeiten und insbesondere im ersten Jahr jedoch fehlt die Brücke in dieses Ressourcenfeld. Im erlebnispädagogischen Setting sorgen wir dafür, dass in den Interaktionen Erfolge erlebt, wahrgenommen und gefeiert werden können, die über das erfolgreiche Zeigen von Kraft und Durchsetzungsvermögen hinausgehen. Gezeigte Stärke wird in neue Kontexte gelenkt und transferiert: in den Kontext von Sprachelernen zum Beispiel. Dieser Ressourcentransfer ist elementar für die Ausprägung eines förderlichen und gesunden Selbstbewusstseins.

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Block 5: Neue Heimat entdecken – Erleben lernen.

Viele Migranten und Flüchtlinge kennen ihr neues Heimatland nur in Form ihres alltäglichen Wohnumfeldes. In diesem dominieren häufig Gefühle der Eingeschränktheit, der Unfreiheit, des „Gefangenseins“. Und ob nun in den Familien oder umgänglich mit andere Menschen mit gleichen Hintergrund: es wird kaum deutsch gesprochen, man bleibt unter sich.

Mit unseren Erlebnispädagogik-Programmen bringen wir diese Kinder und Jugendlichen auf eine gesunde und sanfte Art und Weise in den erlebenden und entdeckenden Kontakt mit Ihrer neuen Heimat. Dazu verbringen wir mindestens einen Tag mit Übernachtung in einer unserer eigenen Waldhütten im Pfälzerwald oder in einer passenden Herberge am jeweils geeigneten Ort. Bereits im Vorfeld entwickelt dieses Programm beim gemeinsamen Planen der Aktivitäten und des Kochens, beim eigenständigen Einkaufen und beim vorausschauenden Packen der Ausrüstung Ihre förderliche Dynamik.

Vor Ort bieten wir ein Interaktionsprogramm, welches die Einzelnen und die Gruppe herausfordert, Neues zu akzeptieren und wert zu schätzen, das Erfolg und Genießen erlaubt, das verbindet. Gemeinsam am Lagerfeuer in der Natur zu sitzen wird genauso zum integrativen Element, wie der gemeinsame Besuch im Schuhmuseum…

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